Zwei Brüder - Zwei Branchen - Ein Problem
28. Februar 2026

Zwei Brüder - Zwei Branchen - Ein Problem


Es gibt Ideen, die entstehen nicht am Schreibtisch, sondern zwischen Steg und Werkhalle. Zwischen Gesprächen mit Eignern, ölverschmierten Händen und dem Blick auf ein Boot, das eigentlich nur eines will: wieder aufs Wasser.


Wir sind zwei Brüder aus Arnis. Aufgewachsen zwischen Segeln, Wind und Werftgeruch. Boote waren für uns nie nur Freizeit, sie waren Alltag. Und genau aus diesem Alltag heraus ist irgendwann eine Erkenntnis entstanden: In der Yachtbranche passiert unglaublich viel – nur digital erstaunlich wenig.


Während ich täglich als Serviceleiter im REAL YACHTSERVICE Abläufe koordiniere, Projekte strukturiere und zwischen Eignern, Technikern und Lieferanten vermittle, sehe ich immer wieder dasselbe Muster. Informationen sind verteilt. Absprachen laufen über verschiedene Kanäle. Dokumentationen existieren, aber nicht an einem zentralen Ort. Jeder bemüht sich, professionell zu arbeiten – und trotzdem entstehen Reibungsverluste. Nicht aus Inkompetenz, sondern aus fehlender Struktur.


Gleichzeitig kommt mein Bruder Lucas aus einer ganz anderen Welt. Als Product Owner bei Getinge verantwortet er digitale Produkte, denkt in klaren Prozessen, User Journeys und skalierbaren Systemen. Er ist es gewohnt, komplexe Abläufe in logische Strukturen zu überführen. Wo ich operative Herausforderungen sehe, erkennt er Systembrüche. Wo ich improvisiere, denkt er in nachhaltigen Lösungen.


Und irgendwann wurde aus vielen Gesprächen eine einfache, aber entscheidende Frage: Warum gibt es in einer Branche, in der Boote Millionenwerte darstellen, keine zentrale, transparente digitale Infrastruktur für Service- und Werftprozesse? Warum existiert keine Plattform, die Werften und Eigner strukturiert verbindet? Warum ist Servicehistorie oft fragmentiert, Kommunikation verteilt und Transparenz abhängig vom einzelnen Ansprechpartner?


Die Antwort war nicht, dass es unmöglich ist. Die Antwort war, dass es bisher niemand konsequent aus beiden Perspektiven gedacht hat – aus der Praxis und aus der Produktentwicklung.


Genau daraus ist SEARIUS entstanden.


Nicht als theoretisches Tech-Projekt, sondern als logische Konsequenz aus echter Werftpraxis und professioneller Softwareentwicklung. SEARIUS verbindet operative Realität mit digitaler Struktur. Es schafft Transparenz, wo heute noch Unsicherheit entsteht. Es bündelt Informationen, wo sie bisher verteilt sind. Und es macht Prozesse nachvollziehbar – für Werften ebenso wie für Eigner.


Digitalisierung bedeutet für uns nicht, Handwerk zu ersetzen. Sie bedeutet, es zu stärken. Gute Software nimmt keine Verantwortung ab – sie schafft Klarheit. Sie reduziert Missverständnisse. Sie spart Zeit. Und sie gibt allen Beteiligten ein gemeinsames Bild vom Projektstatus.


Wir bauen SEARIUS aus der Branche für die Branche. Nicht, weil Digitalisierung ein Trend ist, sondern weil wir überzeugt sind, dass sich hier enormes Potenzial entfalten kann. Die Erwartungen der Eigner steigen. Projekte werden internationaler. Abläufe komplexer. Und gleichzeitig wächst der Druck auf Werften, effizient und transparent zu arbeiten.


SEARIUS ist unser Beitrag dazu, diese Entwicklung aktiv mitzugestalten. Zwei Brüder, zwei Perspektiven, ein gemeinsames Ziel: Yachtservice digital, transparent und strukturiert zu denken – ohne die Seele der Branche zu verlieren.


Die Zukunft im Yachtservice wird nicht lauter sein. Sie wird klarer sein. Und wir glauben, dass sie genau jetzt beginnt.